Geborgenheit finden durch Klänge um dich herum

Bhaktapur-Sound

 

Morgens um fünf Uhr in Bhaktapur liege ich tief schlafend und träumend unter meinem Moskitonetz. Das tägliche Leben in Bhaktapur beginnt: Leises Frauenlachen erklingt aus den offenen Fenstern des gegenüberliegenden Hauses. Die Häuser stehen sehr eng nebeneinander. Es ist August, also sehr warm, und so sind die Fenster immer offen. Das Haus gegenüber hat keine Fensterscheiben, „es steht offen“, lediglich sind die Vorhänge zur Seite gezogen. Der Regen in dieser Jahreszeit kommt meistens nachts. Pünktlich um 20 Uhr beginnt er zu rauschen. Das ist wunderbar einschläfernd. Das Lachen um fünf Uhr am Morgen löst das Geräusch des Regens ab. Dann dröhnt das laute Rattern des Tuk-tuks, ein dreirädriges Auto. Der Milchmann bringt die Milch um 5 Uhr morgens. Sanft geschaukelt von den leisen Morgenstimmen um mich herum drehe ich mich wohlig um. Ich höre das leichte Klappern der Eimer am Brunnen unter meinem Fenster. Die ersten Nachbarn holen Wasser für den Morgentee. Ich höre ein leises „Ratsch-Ratsch“ des Zähneputzens, das erste Tratschen, ein noch müdes Kichern. Alles wird gemeinsam am Brunnen erledigt. Ich höre das Murmeln erster Mantras am Tempel, der ein paar Meter neben dem Haus liegt. 

 

JAY SHIVA!  Die Glocke am Tempel wird in einem schnellen Rhythmus geläutet. So werden die Götter vielleicht geweckt. Immer wieder leises Lachen, wenn sich gegenseitig geneckt wird. Die Stadt erwacht zum Leben.....So ganz langsam und wohlig räkele und strecke ich mich in den Tag hinein. Ich fühle mich ruhig und gewärmt.

 

Nach dem Frühstück, das Rameshor so herrlich lecker in der Küche auf dem Dach bereitet hat, sitze ich und schaue. 

 

Immer gemeinsam

 

Ich schaue auf die anderen Hausdächer und beobachte das Leben. Heute weiß ich, dass die Nepali sicher das neugierigste Volk der Erde sind. Sie stellen sich einfach hin und schauen mich an. Wenn ich komische Sachen mache, lachen sie mich frech, direkt, amüsiert und offen an (oder aus?). Telefoniere ich, kommt immer jemand interessiert und setzt sich neben mich, könnte ja sein, dass ich mich einsam fühle beim Telefonieren. Hier wird eben miteinander gelebt, alles ist für alle interessant. Schreibe ich heute eine Mail an Jenu, meine nepalische Freundin, weiß ich, dass sie von vielen gelesen wird. Das ist völlig selbstverständlich. Es gehört dazu. 

Ich beobachte die Menschen - ganz in deutscher Manier. Mit großer Sonnenbrille und dem unvermeidlichen Buch auf dem Schoß. Über den Rand meiner Sonnenbrille sehe ich die Frau, die mit einem Baby auf dem Arm auf die Dachterrasse gegenüber tritt.  Laannggssaaamm....Ebenso langsam setzt sie sich hin und breitet - eben langsam! - eine Decke aus. Dann schaut sie sich erst einmal um. Das Baby scheint auch zu schauen. Es wird sanft auf die Decke gelegt und ausgezogen. Alles eben unglaublich langsam. Als ich diesen Vorgang das erste Mal beobachtet habe, entstand in mir eine große Sehnsucht. Sehnsucht nach dieser LANGSAMKEIT und Ruhe. Dann wird das Baby massiert. Mit festen klaren Griffen. Ein kleines Mädchen kommt auf die Terrasse, setzt sich ruhig daneben und schaut verträumt zu. Immer wieder sah ich in den vielen Jahren diese ruhige Tätigkeit, sei es beim Massieren oder beim einfachen Schneiden von Gemüse oder dem Häkeln. Immer sind die Frauen, die ich sehe, von einer Aura der Ruhe, Liebe und Gelassenheit umgeben.  Die Frauen sind immer in Beschäftigung und scheinen trotzdem immer Zeit zu haben. Sie arbeiten wirklich viel. Sind die Nepalis doch das 5. ärmste Volk der Welt. Bhaktapur ist eine Bauernstadt. Bereits in den frühesten Morgenstunden gehen die Menschen auf ihre Felder außerhalb der Stadt. 

Die Kinder sind immer dabei

 

Später dann werden die Erzeugnisse in ihren  Geschäftchen verkauft. Die kleinen Kinder sind immer dabei. Die Mädchen begleiten ihre Mütter, die Jungen ihre Väter, soweit das möglich ist. So lernen die Kinder schon sehr früh ihre Aufgaben als Frau oder als Mann. Überhaupt scheinen die Nepali ihren Kindern sehr viel Verantwortlichkeit und inneres Wissen zuzutrauen. Sie gehen offenbar davon aus, dass ihre Kinder nur Dinge machen, von denen sie überzeugt sind, sie auch zu können. So entsteht eine Atmosphäre von Achtung gegenüber Kindern.

 

Gleichzeitig werden sie nicht so sehr ernst genommen. Sie sind eben da, gehören dazu. Haben aber keine wirklich Aufgabe, solange sie noch klein sind, das heißt, bis ca. 5-7 Jahren. Sie können sich die Welt aus ihrer sicheren Trageposition auf dem Rücken oder der Hüfte anschauen, in der sie bis zum ca. 2 Lebensjahr ihr Leben genießen können. Sie werden von der Mutter, Großmutter oder älteren Geschwistern auf dem Rücken mit unglaublich großer Geschicklichkeit und Sicherheit getragen. 

 

Der Kailash - sanfte Erinnerung

 

Während eines Stadtbummels durch Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, entdecke ich ein Poster von einem Berg mit dem Namen „Kailash“. Woher kenne ich diesen Namen denn nur, frage ich mich nachdenklich. Irgendwo in mir erklingt eine Seite der Erinnerung. Ich gehe in das Geschäft hinein und frage nach diesem Berg. Die Antwort: Near from Manasarowar in Tibet. In Tibet? Ja da möchte  ich gern einmal hinreisen. Manasarowar? Auch dieser Name kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich nehme das Poster mit. Zu Hause hänge ich es an meine Heizung, neben meinem Schreibtisch.

 

 

MEINE EMPFEHLUNGEN

Der Blog des PHI: Die Welt des Klangs


ANNA AVRAMIDOU - SOUNDWORLD

Klangmarketing Klangseminare

Klangkunst

Klangmantras

VERA VELSING (Algäu) - VERA IM EINKLANG

Peter Hess®-Klangmassage

Ausbildungsseminare in der Klangmassage

Klangmediation

Verkauf von Klangschalen und Zubehör

KIM UND MARK SCHMID - YOGIMOBIL

Fusion Flow®Yoga-Ausbildung

Emily Hess®-Klangyoga Ausbildung

Senioren Yoga-Ausbildung

 

 

JANINE GABELMANN -

SURROUNDED BY BLISS

Emily Hess®-Klangyoga Ausbildung

Kundalini-Yoga

Yin-Yoga

Vinyasa-Yoga


Share it