Innerer wave - finde deinen eigenen Rhythmus, Klangimagination

Jumping monkeys – Anleitung für Gruppenleiter

 

(Foto: Janine Gabelmann bei der Meditation Inner Wave, Klangyoga. Quelle: Janine Gabelmann)

Ich möchte dich nun einladen mir in eine Meditation hinein zu folgen, die dich vielleicht wieder ein bisschen mehr in Kontakt mit dir selber bringt. Diese Meditation eignet sich auch ganz fein für den Yogaunterricht aus vielfältigen Richtungen.

 

Yoga im traditionellen Sinn ist ein rhythmisches Üben von Asanas. Damit wird der Sinn verfolgt  sympathische und parasympathische Aktivierungen des Nervensystems abzuwechseln. Das macht sehr viel Sinn, da unser Körper dadurch verinnerlicht das nach einer Anstrengung auch wieder eine Entspannung folgen muss.


In meinem Klangyogaunterricht erlebe ich bei der folgenden Meditation die ich gerne „inner wave“ nenne immer wieder wie schwierig es für einige Menschen ist ihren eigenen Rhythmus wahrzunehmen und ausschließlich diesem Rhythmus zu folgen. Das wichtigste Ziel in meinem Klangyoga Unterricht ist es, keinen Rhythmus vorzugeben, sondern nach Möglichkeiten zu suchen und sie auch zu finden den jeweils eigenen Rhythmus als Teilnehmer wieder neu zu entdecken und zu vertiefen.

 

Wenn wir diese Meditation in einer Gruppe erleben folgt immer auch der Moment zu dem ich auffordere die Augen zu öffnen und zu schauen wie komplett unterschiedlich der Rhythmus ist in dem die Anwesenden sich bewegen. Das lässt die Erkenntnis so intensiv in den Augen der Teilnehmer sichtbar werden, dass sie einen ganz anderen Rhythmus haben als der Nachbar. Was kann das mit dem Tagesablauf, mit unserem von außen gelenkten Leben zu tun haben? Wenn ich immer wieder – jeder kennt das Wort - „fremdgesteuert“ bin und meinen eigenen Rhythmus völlig aus meiner Betrachtung meiner selbst entfernt habe, nehme ich mich selber nicht wahr. Dann kann ich auch gesunde Grenzen nicht mehr achten.

Einklang

 

Der Klang der Klangschalen lassen deine „jumping monkeys“ zur Ruhe kommen. Kennst Du die Geschichte? Ich habe sie von einem meiner Lehrer – Remo Rittiner – geschenkt bekommen:

Dein Mind denkt und das ist auch gut so, das ist sein Job – sagte Remo. 

Aber manchmal möchtest Du ja vielleicht auch mal deine Ruhe haben. Also stell dir vor dort oben in deinem Kopf würden Äffchen herumturnen – die jumping monkeys, wie bereits Shankaracharyasagte. Aber du bist der Baum, du kannst deinen Äffchen  (deinem Mind) eine Aufgabe geben worüber sie denken sollen. Das kann auch Mantra sein. Oder du lässt die Äffchen Klangschalenklänge hören. Das entspannt sie. Hänge an die Äste deines Baumes kleine Schaukelchen in denen sie es sich gemütlich machen können. 

Also um ehrlich zu sein, die Sache mit dem Baum und den Schaukeln kommt nicht von den großen Lehrern, das ist ganz und gar meine Fantasie mit der ich mir Ruhe in meinem sehr regen mind verschaffe.

 

Bitte nimm deine eigene für dich bequeme Meditationshaltung ein. Dein Bauch darf dabei ruhig kugelrund nach vorn schauen – so wie bei dem Glücksbuddha. Dann sitzt du gut in deinem Becken. Deine Beine können abgewinkelt oder lang nach vorn gestreckt sein. 

 

Nun schau einmal wo du jetzt in diesem Moment deinen Atem spürst. In deinem Becken, oder in deinem Bauch, deinem Rücken, oder deinen Schultern? Nimm dir Zeit deinen Atem zu erfühlen. Wenn es dir gefällt lege eine Hand an die Körperstelle an der du deinen Atem am meisten spürst. Dann nimmst du auch die Bewegung wahr die dein Atem in deinem Körper macht. Dein Körper besteht zu einem hohen Prozentsatz aus Flüssigkeit. Wie ein inneres Meer. Dein inneres Meer wird bewegt von deinem Atem.


Kannst du sie spüren deine innere Welle? Dein inner wave? Tief hineinspüren in die Bewegung in deinem Innern. Wenn es für dich passt kannst du jetzt oder gleich damit beginnen dieser inneren Bewegung, deinem Urrhythmus, nachzugeben mit einer Bewegung, einer im außen sichtbaren Bewegung. Dich sinken lassen oder aufrichten, durch deinen Atem, ganz unwillkürlich Bewegungen, manchmal kann sich sogar die Schulter heben und senken. Dir Zeit nehmen, Dir Zeit lassen....

 

Meine Lieblingsbeschäftigung ist es

Zeit vergehen zu lassen

Mir Zeit zu nehmen

Zeit zu haben

Zeit zu verschwenden

Außerhalb der Zeit zu leben.. (Francoise Sagan)

Ganz in deiner Zeit schwingst du dich allmählich in dein Zentrum ein und genießt noch ein wenig deine Ruhe.

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